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Inka erzählt...

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Von nun an kam das kleine Mädchen mindestens einmal am Tag vorbei, um mich zu putzen, zu reiten und zu pflegen. Sie erzählte mir, dass sie Julia heißt und gar nicht viel älter war als ich, nämlich erst 8. Julia war echt soooo winzig! Ich sag’s euch, da kam ich von diesem großen Mädchen mit langen Beinen zu so einem kleinen Mädchen, dessen Beine kaum über das Sattelblatt kamen. Manchmal konnte ich sie deswegen auch gar nicht so gut verstehen. Vor allem bei der Galopphilfe … aber nach 1-2 Wochen hatte ich ein Gespür für diese kurzen Beinchen entwickelt und ich konnte sie immer besser verstehen.

 

Aber nicht nur beim Reiten hatten wir leichte Startschwierigkeiten: Julia konnte mich auch nicht alleine satteln oder trensen :D Dabei hat dann immer ihre liebe Mami geholfen. Dafür hat Julia mich immer umso länger geputzt und mit mir geschmust. Nach dem Putzen ritten wir oft in der Halle. Manchmal gingen wir auch ausreiten, wobei ich mich da vor allem beim Traben und Galoppieren vorbildlich benommen habe! (nicht so wie heute, hihi)

 

Ich habe immer sehr auf mein kleines Mädchen aufgepasst und bin schön langsam galoppiert, damit nichts passiert. Manchmal ritten wir sogar ohne Sattel. Da musste ich dann ganz aufmerksam sein, denn sobald sie rutschte, blieb ich stehen. Ich war also wirklich ein liebes Kinderpony. Aber all die Anstrengungen haben sich auch immer gelohnt, denn ich spürte, wie das Vertrauen zwischen uns wuchs und das war ein tolles Gefühl. Außerdem war mein kleines Mädchen ja auch immer soooo lieb zu mir. Manchmal konnte ich mich jedoch trotzdem nicht zusammen reißen …

 

Also ich muss zugeben, dass ich echt verfressen bin und wenn die kleine Julia mich manchmal durch die Stallgasse führte und mich in meine Box bringen wollte … tja … ja dann habe ich … also wie soll ich es sagen … dann bin ich halt manchmal einfach direkt in eine andere Box gerannt und habe Julia an der Boxentür abgestriffen. Aber zu meiner Verteidigung! In meinem Trog war immer nur ein Händchen Müsli, während bei den anderen Pferden oft viel Hafer im Trog wartete, da kann man ja gar nicht wiederstehen! So ging ich dann von Box zu Box und mampfte das Futter der anderen schnell auf, während ich Julia im Schlepptau hinter mir herzog. Nach 2-3 Boxen kam dann jedoch immer Julias Mami und beendete das lustige Spiel. Oft hatte ich nicht die Chance dieses Spiel zu spielen, denn schon bald waren immer alle Boxen verschlossen (außer meine natürlich), wenn Julia mich durch die Stallgasse führte. Das sind vielleicht Spielverderber, das kleine bisschen Hafer hätten sie mir ja wohl ruhig gönnen können, findet ihr nicht?

 


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Kommentare: 4
  • #1

    Mia (Montag, 28 Mai 2018 12:46)

    Ich finde Diese TIertexte immer am besten

    mega toll Erzählung ich habe mich sehr über diesen text gefreut

    mach weiter so Marina ich bin ein grosser fan von dir.
    liebe grüsse

    MIA

  • #2

    Cata (Samstag, 01 September 2018 09:57)

    Hihi Inka

  • #3

    Sophie (Sonntag, 02 September 2018 14:47)

    Ich finde die Texte voll süß mein Pony ist auch manchmal lustig �

  • #4

    Pferdemädchen (Sonntag, 25 November 2018 10:17)

    Mein Pony ist auch so wie Inka. In unserem Stall steht auch noch ein heuballen in der stallgasse und dann ist es meistens vorbei mit uns